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Erdbebenfolgen abschätzen - Energieversorgung sichern: Jahrestagung Geophysik in der RUB

Erdbebenfolgen abschätzen - Energieversorgung sichern
Von neuen Ideen zur Frühwarnung und alternativen Energien
Pressegespräch: Jahrestagung Geophysik in der RUB

das verheerende Beben von Haiti im Januar, aber auch der Tsunami 2004 haben gezeigt: Die effektive Frühwarnung vor den Schäden und Folgen eines Erdbebens ist nach wie vor eine große Herausforderung und noch längst nicht ausgereift. "Das Ereignis an sich, das Beben, lässt sich nicht verhindern. Aber je besser und genauer sich die Folgen abschätzen lassen, umso schneller kann man auf die Schäden reagieren", sagt Prof. Dr. Wolfgang Friederich (Fakultät für Geowissenschaften der RUB). Der Seismologe ist Leiter der diesjährigen Tagung der Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft (DGG) vom 15. bis 18. März an der Ruhr-Universität Bochum. Neue Ideen zur Frühwarnung vor Erdbebenfolgen sind ein Schwerpunkt. Das zweite große Thema der Tagung ist die aktuelle wie zukünftige sichere Energieversorgung und der Beitrag der Geophysik dazu.

TERMIN

Um Sie über die aktuellen Forschungsthemen und -ergebnisse insbesondere zur Erdebenfrühwarnung und Energieversorgung zu informieren, lade ich Sie herzlich ein zu einem
PRESSEGESPRÄCH
am Montag, 15. März 2010, um 11 Uhr
im Seminarraum 82 im Veranstaltungszentrum der Ruhr-Universität Bochum (Mensagebäude, Ebene 04).

Gesprächspartner

Es erwarten Sie:
- Prof. Dr. Wolfgang Friederich, Institut für Geologie, Mineralogie und Geophysik der RUB, Tagungsleiter
- Prof. Dr. Friedemann Wenzel, Universität Karlsruhe
- Prof. Dr. Ugur Yaramanci, Direktor des Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik, Hannover und DGG-Präsident
- Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel, Präsident der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, Hannover und DGG-Vizepräsident
- Prof. Dr. Eiko Räkers, Mitglied der Geschäftsführung der DMT GmbH & Co. KG, Essen und designierter DGG-Präsident

Programm im Internet

Das ausführliche Programm der Tagung steht im Internet unter
http://www.dgg2010.ruhr-uni-bochum.de/
http://www.dgg-online.de

Geophysik: auch in der Schule spannend

Rund 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem In- und Ausland werden zur Tagung erwartet, die zum vierten Mal an der RUB stattfindet (zuletzt 1991). Die wissenschaftlichen Themen reichen von geophysikalischer Grundlagenforschung bis zu Fragen angewandter Geophysik wie der Zukunft der Energieversorgung in Deutschland mit den klassischen fossilen Energierohstoffen, der unterirdischen Lagerung von CO2 und der Nutzung von alternativen Energien, etwa Geothermie. Dass Geophysik auch ein spannender Stoff für Schulen ist, demonstrieren Schülerinnen und Schüler der Seismik AG des St. Michael-Gymnasiums Monschau, die unter der Leitung ihres Physiklehrers Ulrich Arndt eine selbstentwickelte Erdbebenwarte auf der Tagung vorstellen.

Starker Nachwuchs gefragt

"In rund 300 angemeldeten Vorträgen und Posterpräsentationen wird die ganze Breite aktueller geophysikalischer Forschung vertreten sein", so Prof. Friederich. "Besonders freuen wir uns über die große Zahl der jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unter 32 Jahren, die nahezu die Hälfte der Beiträge stellen." Auf der Tagung präsentieren wieder zahlreiche Firmen, darunter RWE und Exxon Mobil, sich und ihre Produkte. Neben dem wissenschaftlichen Programm gibt es für die Teilnehmer eine Jobbörse, um Kontakte zwischen Nachwuchswissenschaftlern und Industrie anzubahnen. "Die Nachfrage nach jungen Fachkräften wird auf lange Sicht, gemessen an der Zahl der Geophysikabsolventinnen und -absolventen, hoch bleiben", so Friederich. "Besonders auf dem Rohstoff- und Energiesektor besteht auch zukünftig ein großer Bedarf an Geophysikern mit Ausbildung in der angewandten Forschung."

Öffentlicher Abendvortrag

Teil der Konferenz ist traditionell ein öffentlicher Abendvortrag, zu dem auch interessierte Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen sind. Dr. Johannes Heithoff, Leiter der Abteilung Forschung und Entwicklung der RWE Power AG, spricht zum Thema "Sichere Energieversorgung: ohne Geowissenschaften nicht denkbar". Aus der Sicht eines großen deutschen Energieversorgers mit Sitz im Ruhrgebiet spannt Heithoff den Bogen von der aktuellen zur zukünftigen Energieversorgung in Deutschland und Europa. Er beleuchtet die Herausforderungen, die die Geowissenschaften in diesem Zusammenhang bewältigen müssen. Der Vortrag findet am Mittwoch, 17. März 2010 um 20 Uhr im Großen Saal des Veranstaltungszentrums im Mensagebäude der Universität statt. Der Eintritt ist frei.

Bitte anmelden

Bitte melden Sie Ihre Teilnahme am Pressegespräch am 15.3. an (per E-Mail an: josef.koenig@rub.de), damit wir ausreichend Informationsmaterial für Sie bereithalten können.

Ich würde mich sehr freuen, Sie bei dieser Gelegenheit in der Ruhr-Universität begrüßen zu können.
Mit freundlichen Grüßen

Dr. Josef König

Quelle: idw-online

zuletzt geändert am 2010-03-05 08:41:17 durch Dr. Frank Schmieder | Impressum